Unternehmerschulungen für die alternative Betreuung und Aufrechterhaltung der Zertifikate durch Fortbildung.
Unternehmer haben zahlreichen Verpflichtungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz nachzukommen. Eine wesentliche Pflicht ist die grundsätzliche Bestellung einer „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ gemäß DGUV Vorschrift 2 – und zwar bereits ab 1 Beschäftigten!

Dieser Anforderung kann auf drei Arten nachgekommen werden:

  • Der Betrieb lässt einen Mitarbeiter zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ausbilden (6 Wochen Ausbildungszeit).
  • Die Dienstleistung der Fachkraft für Arbeitssicherheit wird extern eingekauft.
  • Der Unternehmer beteiligt sich an dem alternativen Betreuungsmodell (sog. „Unternehmermodell“) für Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten

Mit der Teilnahme am alternativen Betreuungsmodell entfällt die Pflicht, eine eigene Fachkraft für Arbeitssicherheit gemäß §3 des Arbeitssicherheitsgesetzes ausbilden zu lassen oder eine externe Kraft zu beauftragen. An der Schulung zum alternativen Betreuungsmodell hat stets der Unternehmer selbst teilzunehmen! Die Durchführung erfolgt durch die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) in Kooperation mit dem iBAT (Instituts-Gesellschaft für Betriebs- und Arbeitstechnik des Tischlerhandwerks mbH)

Voraussetzungen:

  • Ihr Unternehmen beschäftigt nicht mehr als 50 Mitarbeiter.
  • Sie sind als Unternehmer unmittelbar in das Betriebsgeschehen eingebunden.
  • Sie nehmen persönlich an der Ausbildung teil.

 Ihre Vorteile und Chancen

  • Einen (externen) Betriebsarzt oder eine (externe) Fachkraft für Arbeitssicherheit müssen Sie nicht regelmäßig beschäftigen oder beauftragen.
  • Beratungsleistung können Sie gezielt und bedarfsgerecht anfordern.
  • Die Optimierung des betrieblichen Arbeitsschutzes erfolgt direkt durch Sie.
  • Unterm Strich ist das für Sie eine effektive und kostengünstige Alternative zur Regelbetreuung.
  • Die Verbände unterstützen diese Betreuungsform durch eine neue Online-Plattform, mit der Sie die wesentlichen Dokumentations- und Nachweispflichten papierlos erledigen können und außerdem noch automatisch an wiederkehrende Prüf- oder Unterweisungstermin erinnert werden; siehe www.siam-tsd.de.

Wie geht das?

  • Sie nehmen zuerst an einem unserer Motivations- und Informationsseminaren teil.
  • Sie entscheiden sich anschließend für eine weitere Selbstlernphase oder ein weiteres Präsenzseminar.
  • Im Rahmen des folgenden Praktikums erstellen Sie die Gefährdungsbeurteilung für Ihr Unternehmen.
  • Nach erfolgreicher Qualifizierung erhalten Sie ein Zertifikat und können ab sofort über die Notwendigkeit und das Ausmaß der externen Betreuung selbst entscheiden.
  • Sie bilden sich regelmäßig fort (mindestens alle fünf Jahre erforderlich).

Die Motivations- und Informationsveranstaltung (Ausbildungsstufe 1):

Während der 1-tägigen Präsenzveranstaltung werden die wichtigsten Aspekte des Arbeitsschutzes und der Sicherheit in Unternehmen erläutert. Dabei stehen insbesondere die Pflichten des Unternehmers, die Folgen der Missachtung sowie die zahlreichen Chancen und Vorteile im Vordergrund.

Die Ausbildungsstufe 2:

Hier wählen Sie zwischen einer weiteren Präsenzschulung (Dauer 2 Tage) oder einem Fernlehrgang zum Selbststudium. Die Berufsgenossenschaft stellt Selbstlernmedien für die Selbstlernphase zur Verfügung. Diese Unterlagen werden Ihnen am Ende des Präsenztages ausgehändigt, wobei die dazugehörigen Fragebögen ausgefüllt an die iBAT GmbH zurückgesandt werden müssen. Diese Unterlagen werden auf Vollständigkeit und Erfolg geprüft.

Praktikum im Betrieb:

Nach der Ausbildungsstufe 2 führen Sie in Ihrem eigenen Betrieb die Gefährdungsbeurteilung durch und erledigen alle sich daraus ergebenden weiteren Maßnahmen. Ein Abschlussgespräch mit einem Mitarbeiter der BGHM bestätigt die Erledigung aller wesentlichen Aufgaben und gibt ggf. noch Hinweise auf notwendige Ergänzungen.

Das Zertifikat:

Wurden alle Lerneinheiten und das Praktikum erfolgreich absolviert, erhalten die Unternehmer das Zertifikat, das die Teilnahme am Unternehmermodell bestätigt. Dieses wichtige Dokument dient auch gegenüber der Gewerbeaufsicht als Nachweis über die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen.

Die Fortbildung – Aufrechterhaltung der Zertifikate:

Die eintägigen Fortbildungsseminare dienen dazu, die Zertifikate des Unternehmermodells aufrecht zu erhalten. Spätestens nach fünf Jahren muss der Unternehmer an einer der Fortbildungen teilgenommen haben.

Wichtig: Hiervon sind vor allem auch die Unternehmer betroffen, die bereits vor längerer Zeit noch bei der alten Holz-Berufsgenossenschaft die Erst-Schulung absolviert haben – damit diese Ihre Gültigkeit nicht verliert, ist jetzt dringend eine Fortbildung zu besuchen, weil sonst u. U. eine komplette neue Schulung zu durchlaufen ist!

Die Kosten:

Es werden keine Gebühren erhoben. Die Kosten für die Verpflegung, die Organisation, Betreuungs- und Bearbeitungskosten werden durch die Berufsgenossenschaft getragen.

>>zur Auswahl der Termine

.entry-author-link, .entry-date { display: none; }